Eryn Non Dae. - Hydra Lernania
Neun Köpfe hatte die Hydra der griechischen Mythologie und neun bissige Songs finden sich auf dem Debüt der Franzosen Eryn Non Dae. (der Punkt gehört zum Bandnamen!), Zufälle gibt’s ja eh nicht, wird also wohl Absicht sein. Seltsam ist an sich nur, dass das Debüt der Band erst jetzt erscheint, denn die Band ist an sich seit Jahren eine Art Insidertipp. Ihre Debüt EP „Never Ending Whirl Of Confusion“ erschien zwar noch unter dem alten Bandnamen End., die agierte aber in der allergleichen Besetzung. Im Zuge des Wechsels zu Metal Blade wollte man aber wohl aus gutem Grund Verwechslungen mit den vielen anderen Bands gleichen Namens vorbeugen. Aber zur Musik. Die ist anstrengend, aber mal richtig. Sehr technischer Stuff, vertrackt, aggressiv, massig Blastbeats und kilometerhohe Soundwände… definitiv nix zum Mitsingen eben. Reviews in denen nicht zumindest in nem Nebensatz Meshuggah erwähnt werden, wird man mit der Lupe suchen müssen, aber die Frenchies sind weit davon entfernt in Epigonen-Verdacht zu geraten. Da ist auch viel Schleppendes, Bedrohliches dabei, das eher auf Postcore-, Sludge- und Doom-Gefilde verweist. Mit der Band hat das Label auf jeden Fall einen außergewöhnlichen Fang gemacht, der sich nur schwer in irgendwelche - und schon gar keine trendigen - Schubladen pressen lässt. Man sollte allerdings Zeit mitbringen, man muss investieren, wird dann aber auch fürstlich belohnt! (tj)




