Malebolgia - Requiem For The Inexorable
Malebolgia, eine fünfköpfige Death-Metal Combo aus North Carolina, bedienen uns dieser Tage mit ihrem aktuellen Output „Requiem For The Inexorable“. Schon nach den ersten Sekunden des Openers steht eines fest: Wenn jemals zurecht vom „Knüppel aus dem Sack“ die Rede war, dann hier. Es ist schon abartig, wie schnell und gezielt einem hier das Genick gebrochen wird. Die Band selbst bezeichnet diesen Silberling als „new definition of controlled chaos“. Solange sie es kontrollieren können, soll es mir recht sein. Auf der mit knapp 37 Minuten Spielzeit ausgestatteten Scheibe wird dem Hörer nicht eine Sekunde zum Verschnaufen gegeben. Vom Anfang bis zum bitteren Ende wird hier nur gebolzt – und das in einem wahnsinnigen Tempo. Daher lässt sich die Stilistik von Malebolgia wohl am besten als vertonter Wahnsinn in einer Mischung aus ultrabrutalem Death-Metal und derbstem Grind bezeichnen. Zwar soll mit Kevin Hedgecock ein echter Mensch an den Drums sitzen, dieser muss aber bei Songs wie „Discordant Splendor“ auf einem ganz krassen Kraut gewesen sein. Für meinen Geschmack ist „Requiem For The Inexorable†schon fast etwas zu anstrengend. Auch kann ich nicht behaupten, dass es Songs gibt, die besonders herausstechen. Na ja „Requiem“, ein knapp dreiminütiges Instrumental, sticht schon etwas heraus, da man sich hier nicht unbedingt im Ultraschallbereich bewegt. Etwas zu derb für ein gepflegtes Abendessen, aber zum Aggressionsabbau durchaus zu empfehlen. (jb)




