Faust Again - The Trail
Gut drei Jahre ist es nun her seit Faust Again ihr letztes Album „Hope Against Hope“ veröffentlicht haben. Seit dem hat sich einiges im Lager der Polen getan. Vom Lineup der letzten Platte sind nur noch Bassist und Shouter übrig. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Sound der Band. Natürlich lässt man es noch immer sehr metallisch angehen und der Härtegrad liegt noch immer sehr weit oben. Doch der damals deutlich vorhandene Einfluss des schwedischen Death Metals ist nun deutlich in den Hintergrund gerückt. Stattdessen ist das Riffing etwas bissiger und Thrash-Metal lastiger geworden. Melodien sind zwar ebenfalls zu finden, spielen aber eine eher untergeordnete Rolle. Die Truppe ist aber noch deutlich zu erkennen. Erhalten geblieben sind die eigenwillige Vocals von Frontmann Marcin, die zwischen rauem Aggro Shouting bis hin zu klarem aber auch sehr schroffem Singen pendeln. Faust Again schaffen es tatsächlich, in einer Zeit in der Metalcore immer mehr zum Einheitsbrei verkommt, relativ eigenständig zu klingen. Die Qualität der Songs liegt ebenfalls meist im grünen Bereich. Allerdings gelingt es ihnen auf ihrem neuen Album insgesamt nicht mehr so zu überzeugen wie sie es noch auf dem Vorgänger taten. Dafür sind unter den Songs schlichtweg zu wenige echte Knaller. So ist „The Trail“ zwar durchaus gehobener Durchschnitt, aber eben dennoch nur Durchschnitt. (rg)




