Eluveitie - Evocation I: The Arcane Dominion
Gerade mal ein paar Monate hat "Slania", das Nuclear Blast-Debüt der eidgenössischen Folkmetaller auf dem Buckel, da legen sie auch schon nach. Und zwar erneut im ausgewachsenen Albumformat! Allerdings in recht unerwarteter Weise, "Evocation I:..." ist nämlich quasi ein Unplugged-Album, "böse" Stromgitarrenattacken fehlen völlig. Die meisten Tracks kann man getrost als Folk bezeichnen und man kann sich vieles in gemütlicher und ausgelassener Runde an ´nem Lagerfeuer vorstellen. Es gibt zwar ein Schlagzeug, die akustisch-folkigen Instrumente wie Fideln, Drehleier und Flöten stehen aber eindeutig im Vordergrund. Konsequenterweise überwiegen hier dann auch die Frauengesänge von Anna. Der Einstieg ins Album ist über die ersten vier Stücke (und zwei kürzere Intermezzi) recht gemütlich, bevor sie dann mit "The Cauldron Of Renascence" plötzlich richtig Hummeln im Hintern haben. Beim folgenden, gallisch vorgetragenen "Nata" wirkt, ebenso wie beim Opener, der charismatische Fronter der irischen Band Primordial, A. A. Nemtheanga, als Gastsänger mit. Ein weiterer mitreißender Hitkandidat ist das eingängige "Omnos", bei dem dann wieder Anna am Mikro zu hören ist. Ein, vor allem auch in der Klasse, überraschendes Album der Schweizer. Mit dem Album könnten sie sich ganz neue Hörerschichten erobern - wenn das düstere Cover die nicht von vornherein abschreckt! Dank der I im Albumtitel kann man sich wohl schon berechtigte Hoffnung auf eine Fortsetzung machen! (tj)




