Ektomorf - What Doesn´t Kill Me
Das Album ist eine Frechheit. Ich finde, das muss jetzt auch endlich mal in aller Deutlichkeit gesagt werden. Auch wenn die Magyaren um den Egozentriker Zoltán (mittlerweile hat er sogar seinen bassenden Bruder aus der Band entfernt und sich selbst aufs Cover gehievt!) unbestritten eine Macht auf der Bühne sind, sie veröffentlichen im Prinzip seit Jahren immer wieder das gleiche Album. OK, man mag sagen, das machen viele - AC/DC, Bad Religion, Ramones, um nur ein paar zu nennen - aber das sind/waren auch allesamt Bands, die einen Sound geprägt und teilweise sogar generiert haben. Ektomorf waren im Gegensatz dazu aber schon immer dreiste Epigonen, ich behaupte, die Band würde es ohne Max Cavalera so nicht geben. Und bei ihnen hört das mit musikalischem und gesanglichem Kopieren ja leider längst nicht auf, das geht weiter von der bevorzugt in Tarnfarben gehaltenen Garderobe, über die Gitarre(nform) bis hin zum Akzent, den Tattoos und der Körperhaltung auf der Bühne! Die Band verwurstet nach wie vor die selben zum Hüpfen animierenden Riffs - eine Methode, von der sich das große Vorbild schon längst verabschiedet hat - und serviert dazu totgeleierte Multikulti-/Revoluzzer-Phrasen. Da hilft auch kein vermeintlich neuer Input von ´nem Rapper bei einem Track. Also mir persönlich langt´s, ich kann und will das nicht mehr hören, das braucht doch echt kein Mensch! (tj)




