Disbelief - Protected Hell
Wenn eine Band nach einem oder mehreren Alben für Nuclear Blast dann plötzlich bei Massacre veröffentlicht, heißt das üblicherweise, dass sie hinter den in sie gesetzten Verkaufserwartungen zurückgeblieben ist. Das ist besonders bei Disbelief sehr schade aber auch sehr nachvollziehbar, denn sie machen eben ihren ganz eigenen Sound. Und Album Nummer acht in der Bandgeschichte ist da wahrlich keine Ausnahme! Die vorherigen Alben konnten nicht immer völlig überzeugen, auch wenn sie immer auch überragende Songs wie beispielsweise das übergeile "Rewind It All" parat hatten. Bei "Protected Hell" hat sich die Band aber offensichtlich noch mal voll motiviert - vielleicht auch aufgrund der Umbesetzung an der Gitarre - und ein sehr homogenes und durchweg starkes Album im typischen Disbelief-Style an den Start gebracht. Trotz des charakteristisch-kehligen Vocals von Fronter Jagger ist das stets melodisch, aber nie belanglos-plätschernd, sondern immer düster, fatalistisch und verzweifelt. Da schwingt (besonders in den Gitarren) oft auch eine gewisse Doom-Melancholie mit. Und damit das alles auch entsprechend zur Geltung kommt, durfte Tue Madsen seinen goldenen Fingerchen ins Mastring einbringen. Das Coverdesign stammt von Koma-design, die wohl in der Vergangenheit auch schon für In Flames, Lacuna Coil und Legion Of The Damned gearbeitet haben - im Gegensatz zu Jagger und seinen Jungs liefern die hier aber leider nichts sonderlich Überzeugendes ab. (tj)




