Candlemass - Death Magic Doom
Das 2007er "King Of The Grey Islands", Album 1 nach der Marcolin-Zeitrechnung, war schon ein mehr als respektables Lebenszeichen nach dem Split von der Kultkutte. Was die Schweden um den Doom-Gott Leif Edling und seinen sehr gekonnt ausgewählten Gesangsrecken Robert Lowe mit "Death Magic Doom" abliefern, ist aber gleich noch um ein paar Schippen besser! Schon der Opener "If I Ever Die" ist ein Hit, der wohl ab sofort bei keiner Show der Band fehlen wird und fast schon eher Circle-Pit-Ambitionen als den Drang zum melancholisch-trägen Kopfschütteln weckt. Als klassisch lava-zähen Kontrast schicken sie im direkten Anschluss "Hammer Of Doom" ins Renen, der so oder so ähnlich auch auf ihrem Überwerk "Epicus Doomicus Metallicus" hätte stehen können. Hier zeigt sich die große Kunst der Band, wie sie ganz in der Tradition großer Szeneväter, wie etwa Black Sabbath, mit Minimalstriffs maximalen Effekt erzielen. Nicht alle Tracks lassen einen sofort die Höchstnote ziehen, manches muss man sich erst durch mehrmaliges Hören "erarbeiten". Und bei manchen Tracks steht am Schluss dann auch das Fazit, dass sie eben "nur" gut und eben nicht durch die Bank überragend sind. Ein Volltreffer ist dafür das Soundgewand, warm, rockig, erdig, nie steril und doch transparent. Das Coverartwork begeistert mich dafür leider nicht so... Trotzdem: Das bisherige Genrehighlight des Jahres, das muss erst mal jemand toppen! (tj)




