Kyo:Ma - 6:10
Kyo:Ma aus Marburg existieren erst seit ca. 1,5 Jahren und veröffentlichen mit "6:10" ihre neue selbstproduzierte EP. Nach einem düsteren Intro geht es recht heftig mit brutalem Metalcore los. Die Band klingt dabei nicht so vorhersehbar wie man es von typischen Metalcore Combos kennt. Die Jungs bedienen sich zwar an gängigen Stilmitteln, basteln aber immer wieder interessante Ideen in ihren Sound mit ein. So spielt der wummernde, verzerrte Bass eine wichtige Rolle aber auch ungewöhnliches Riffing und unvorhergesehene Breaks bringen Abwechslung in den Sound. Die Produktion ist zwar recht verwaschen, für eine Eigenproduktion aber durchaus in Ordnung. Man merkt der Band ihr Potential an. Sicherlich sind die Songs meist noch alles andere als eine runde Sache. Viele Arrangements holpern und manches Riff ist eher 3. als 2. Wahl. Dennoch haben die Jungs Charme und wirken sympathisch, weil sie in den engen Genregrenzen Neues versuchen. Die Band braucht noch Feinschliff, ist aber auf dem richtigen Kurs. (rg)




