Mumakil - Behold The Failure
Mumakill aus der Schweiz veröffentlichten im letzten Jahr insgesamt vier Split CDs unter anderem auch mit den renommierten Misery Index. Speziell diese Split war es auch, die mir Appetit auf das neue Album der Truppe machte. Jetzt erscheint das Relapse Debüt der Band. Es ist ein Grindcore Hammer wie er im Buche steht. In knapp 35 Minuten ballern die Eidgenossen 27 Songs heraus. Alles selbstverständlich in Höchstgeschwindigkeit. Das Quartett macht sich dabei wenig Gedanken um besondere Filigranität sondern hält es lieber mit kompromissloser Direktheit. Es werden keinerlei Gefangene gemacht, sondern in bester Punk-Rock Manier nach vorne geprescht. Die Vocals sind ultratief und das heftige Riffing messerscharf. Das Tempo wird nur sehr selten gedrosselt. Mumakill erfüllen alle Aspekte einer Grindcore Band mit Bravour, allerdings nicht mehr. Leider mangelt es der Truppe etwas an der eigenen Identität. Alben wie dieses wurden schon von zahlreichen Bands immer wieder abgeliefert. Weiterhin klingt das Album sehr eindimensional, weshalb es sich schnell abnutzt und langweilt. Schade, denn die Band hat durchaus das Zeug dazu ein wichtiger Name im Grindcore Bereich zu werden. Um jedoch mit Bands wie Nasum, Misery Index, Pig Destroyer oder auch Napalm Death in einer Liga zu spielen, müssen die Jungs noch einiges tun. Ein Anfang wäre ein stärkeres Profil und eine größere stilistische Vielfalt. Wer aber ein turboschnelles Grindcore Album sucht und nichts weiter, ist mit "Behold The Failure" gut beraten. (rg)




