Underneath The Gun - Forfeit Misfortunes
Normalerweise haben Ferret Records in der Vergangenheit immer ein sehr gutes Händchen bewiesen wenn es um das Entdecken neuer Bands geht. Ihr neuester Streich, der in Deutschland von Hellfest lizensiert wird, hört auf den Namen Underneath The Gun. Die Band fällt wohl am ehesten in die derzeit so populäre Deathcore Sparte, wartet aber durchaus mit eigenständigen Ideen auf. So wird die Basis des sehr brutalen Sounds zwar von gnadenlos stampfenden Riffs und Stakkato-Gewitter begründet, doch die Band webt geschickt melodische Gitarrenläufe in ihren Sound ein. Auch das Gaspedal wird eher moderat durchgedrückt, so dass die Songs keine Geschwindigkeitsrekorde aufstellen. Diese melodische Komponente lockert die Songs auf, was positiv zu Buche schlägt. Das war dann aber leider schon alles, was man an Gutem sagen kann. Hauptproblem der Band ist, dass auf dem gesamten Album nicht ein gutes Riff zu hören ist, was im Ohr hängen bleibt. Der Shouter bemüht sich zwar auf möglichst unterschiedliche Art zu schreien und zu grunzen, es fehlt im aber jegliches Charisma. Die Band reiht einfach 0815-Riff an 0815-Riff, versucht diese zwar künstlich aufzupeppen, etwa mit Effekten und scheinbar netten Melodien, gewinnt damit aber rein gar nichts. Schon nach wenigen Songs stellt sich gähnende Langeweile ein. Der Platte fehlt jegliches Feeling und Charme. Produziert wurde das ganze von Tim Lambesis, was dem Ganzen zwar einen fetten Sound verleiht, an den schwachen Songs aber auch nichts ändern kann. Schade, da hätte ich mir mehr erwartet. Ferret, was ist los? (rg)




