The Eternal - Kartika
Gothic Metal aus Australien? Es gibt´s ja wohl nichts, was es nicht gibt... Und wie so manches aus Australien, ist es nicht mal das Schlechteste, was The Eternal mit "Kartika" abliefern! Wobei der oben abgesteckte Genrerahmen nur bedingt passt, klassischer Gothic ist definitiv was anderes, denn gar so (klischee)düster ist hier wenig. Gerade die Gesangsstimme von Mark Kelson, der auch noch eine Gitarre bedient, ist viel zu hoch angelegt und verweist oft eher auf klassischen Heavy Metal und Rock und schafft es mehrfach starke, immens eingängige Refrains zu platzieren. Und auch musikalisch streifen die Aussies hier munter andere Gebiete und erinnern gelegentlich sowohl an Anathema als auch an Dream Theater (man höre etwa "A Pale Reflection") - wobei es nie nervig-fricklig wird, sondern immer recht nachvollziehbar und straight. Ein kleines Manko sind über die gesamte Spielzeit gesehen die recht ähnlich angelegten Tempi der Tracks, das meiste ist schon recht getragen und sorgt so nicht gerade für Dynamik und Abwechslung, einzig das zackige "Illuminate" bricht da etwas aus. Mit der Veröffentlichung hinterlassen die fünf von der anderen Seite der Erdkugel aber einen durchaus beeindruckenden ersten Eindruck, zudem kommt das Album dann auch gleich noch mit einer 6-Track-Bonus-EP mit unveröffentlichten Stücken und Demos. (tj)




