Mantic Ritual - Executioner
Das Album sollte eigentlich schon vor ein paar Monaten von der Leine gelassen werden, da firmierte die Combo noch unter dem Namen Meltdown. Kurz vor VÖ fiel den Herren dann aber ein, dass es mit dem Namen doch Stress geben könnte, denn sie waren keinesfalls alleine mit dem Bandnamen. Jetzt also zweiter Versuch unter dem Banner Mantic Ritual. Und auch wenn jetzt was anders drauf steht, drin ist nach wie vor 100% Old School Thrash Metal. Das fand ich beim ersten Hören ehrlich gesagt eher doof, denn das gab´s eben schon vor Jahrzehnten genau so und die ein oder andere Platte aus der Zeit hat wohl jeder ins Herz geschlossen oder sogar im heimischen Alben-Schrein stehen. Am laufenden Band schreit "Executioner" einem also die Band- und Albennamen der eigenen musikalischen Selbstfindung entgegen, Metallica und "Kill Em All" dürfte da deutlich am lautesten schallen. Nach ein paar Songs fällt aber auf, dass die Band das verdammt gut macht, hier passt alles, selbst die Soli klingen nicht nach Selbstzweck und das Album wär mir von James & Co. dann deutlich lieber gewesen als der magnetische Tod. Das Debütalbum der Jungs aus Pittsburgh, Pennsylvania wurde von Andy Classen in den Stage One Studios mit dem authentischen 80er-Gewand ausgestattet und sorgt so auch vom Sound für die Vollbedienung. Wenn das Cover jetzt nicht gar so nach moderner Bildbearbeitung aussehen würde, wär die Illusion annähernd perfekt, wie heißt es doch an anderer Stelle so schön? "Thrashin´ Like A Maniac!" bzw. "Let´s Do The Time Warp Again!". (tj)




