The New Black - dto.
Endlich mal wieder eine überzeugende Veröffentlichung aus dem Hause AFM Records, und dann auch noch bei einem Debütalbum! Wobei große Teile des Personals keinesfalls Debütanten in der Szene sind, ganz im Gegenteil, eher seit Jahren fester Bestandteil derselben, und mit Metal Hammer-Onkel Leimsen ist sogar einer an Bord, den man sonst eher von der schreibenden Zunft kennt. Und diese geballte Kompetenz wirkt sich auch als wohldosierte Stilmixtur auf den Sound aus. Da sind deutliche Roots bei Metal-Heroen wie Pantera und Metallica aber eben auch bei viel Tribut in Richtung Thin Lizzy und Konsorten zu hören. Großes Kapital der Band ist einerseits der sehr variable Sänger, der mich oft an John Bush erinnert, und andererseits das richtige Händchen. Das zeigt sich sowohl beim Soloeinsatz (nicht zu viel, nicht zu lang und vor allem mit Soul und nicht als pure Pflichtübung und Frickelshow!) und am gewichtigsten bei der hohen Melodiedichte - da sind The New Black fast schon auf Volbeat-Level. Klischee-Songtitel wie "50 Ways To Love Your Liver" oder auch "More Than A Man" übersieht man dann auch gerne, das Album macht Spaß und man wird nahezu zum Mitwippen und Kopfnicken gezwungen. Und diese Lässigkeit bei ´ner deutschen Band sieht man auch eher selten. (tj)




