apRon - dto.
Der Name der Münchner ist mir in den letzten Jahren immer mal wieder untergekommen, letztes Jahr haben sie wohl als Vorgruppe der Emil Bulls durchaus ne gute Figur gemacht und nutzen jetzt die Gunst der Stunde ein Album vorzulegen. Den Sound gibt ihr selbstkreierter Genrebegriff schon annähernd vor, ne Mischung aus Crossover und Hardcore eben. Für meinen Geschmack zu viel Crossover, im Kern ist da viel Rage Against The Machine (da wird oft sehr schamlos "zitiert") und dann noch ne Menge System Of A Down - im Sinne von wildem Stilgehopse (huch, ein Bossa Nova!) und ausdruckstarkem, gern jodeligen Gesang. Klingt für mich alles viel zu bemüht und unschön anstrengend, da sind immer wieder gelungene und drückende Passagen dabei, richtig überzeugend wird´s aber selten. Der Bandname macht auch wenig Sinn, erst Recht mit dem tollen großen R in der Mitte. Hinzu kommt ein Drummer, der sich Medusa nennt und ein Bandfoto auf dem drei von fünf Bandmitgliedern "wild" geschminkt sind, einer sieht immerhin etwas aus wie der Batman-Joker. Das Artwork ist leider sehr grau und somit wohl auch zum Schattendasein verurteilt - schade auch, denn die Zeichnung an sich ist durchaus interessant. (tj)




