Five Finger Death Punch - The Way Of The Fist
Manche Genres haben es nicht leicht im harten Musikbusiness. Zum Beispiel Metalcore, oder ganz schlimm erwischt hat es ja Nu-Metal. Zu unrecht, denn unter der Massenüberflutung und Nachahmerschaft können auch äußerst interessante Bands hervortreten. Gutes Beispiel sind Five Finger Death Punch aus Los Angeles. Der Name klingt jetzt schon mal schwer nach Hardcore und ihr liebevoll benanntes erstes Album "The Way of the Fist" lässt ebenso die Hörer denken, dass es sich hier um eine Hardcore Formation handelt. Doch weit gefehlt, die Jungs setzen sich aus mehr oder weniger ehemaligen, bekannten Bandmitgliedern zusammen (W.A.S.P. oder auch U.P.O.) und hauen einem ordentlich Metal sowie Thrash um die Ohren. Von so einem All-Star Team erwartet man mit Sicherheit einiges, da nach all den Jahren genügend Erfahrung vorhanden sein sollte. Verwunderlich nur, dass ihre Platte, welche 2007 eingespielt wurde, erst jetzt den Weg zu uns gefunden hat. Das tut aber nichts zur Sache, denn das Album kann sich auch nach zwei Jahren hören lassen. Gutes Tempo mit griffigen Songstrukturen, gekonnt melodischer Rhythmusgitarrenarbeit und stimmbänderstrapaziereden Vocals. Das Schlagzeug ist des Öfteren einen Tick zu übertrieben (Thema Double-Bass), aber davon kann man absehen da der Rest sich locker anhören lässt. Besonders ins Ohr springen einem die klaren Refrains, welche sich durch das komplette Album ziehen. Anspieltipp für melancholische Gemüter wäre hier "The Bleeding". Klingt einfach klasse und massentauglich. Sowas erwartet man von solch einer bös´ dreinschauenden Truppe (wie sie sich auf den Bildern repräsentiert) nicht. Hat aber Wiedererkennungswert. Und da Five Finger Death Punch ja schon mit manch großer Band die Bühne geteilt haben, werden hellhörige Köpfe bestimmt demnächst in den Live Genuss kommen. Frischer Wind von Altbekannten. (hs)




