A Kid Hereafter In The Grinding Light - A Kid Hereafter In The Grinding Light
Was ist das denn? Schnell nach dem Einlegen der CD fühlt man sich erstmal vor den Kopf gestoßen. Grindcore ist das was die Band hier präsentiert irgendwie schon, irgendwie aber auch mehr. Man stelle sich eine Mischung aus At The Drive In, Blood Brothers und Napalm Death vor. Sehr schnell, kurze, knackige Songs, ekstatisch, hyperaktiv... das Ganze klingt etwas nach vertontem epileptischem Anfall. Trotzdem blitzen aber immer wieder recht geradlinige Rock Riffs und treibende Grooves im Sound auf, die etwas Ordnung ins Chaos bringen. Auch Melodien und griffige Hooks sind den Dänen kein Fremdwort. Dann aber geht es wieder völlig abgedreht und seltsam zu Werke. Die Band setzt sich selbst offensichtlich keine Limits, experimentiert und ist spontan. Punk, Grindcore, Noise, Rock, Hardcore, Crossover - alles hat hier seine Berechtigung. Dennoch schafft die Band es irgendwie einen in sich stimmigen Sound zu erschaffen. A Kid Hereafter In The Grinding Light würden hervorragend auf Mike Pattons Ipecac Label passen. Auf dem Album befinden sich insgesamt 30 Songs, die Laufzeit der Platte liegt dabei aber nur bei 30 Minuten. Turbulent. Definitiv eine Ausnahmeband die sicherlich ein paar Durchläufe zum Zünden braucht und auch nicht Jedermanns Sache ist. Wer es aber etwas abgefahrener und dabei auch Zeitweise derbe mag, liegt hier goldrichtig. Spannende Band. (rg)




