Psyopus - Odd Senses
Da haben wir also den neuesten Streich von Metal Blades wohl exotischster Band, Psyopus aus Rochester, New York. Das Quartett wirbelt einmal mehr mit ihrem hyperaktiven Sound durch elf neue Songs. In wahnwitziger Geschwindigkeit kettet die Band allerlei verrückte Gitarrensounds aneinander. Die Herren flitzen über die Griffbretter von Gitarre und Bass wie Verrückte während Drummer Jason Bauers die Felle auf unmenschliche Art malträtiert. Der neue Frontmann Brain Woodruff quickt, schreit und grunzt dazu. Ebenfalls fester Bestandteil sind eingestreute Samples. Das musikalische Chaos das hier entfesselt wird ist mit Worten nur schwer zu beschrieben. Bei all diesem extrem technischen Gefrickel lässt die Band aber nicht die Songs aus dem Auge. Gut, Songs im eigentlichen Sinne ist es nicht was man hier zu hören bekommt, trotzdem haben die Tracks einen gewissen Wiedererkennungswert und verfügen über markante Parts an denen man sich in all dem Chaos festhalten kann. In der Tat haben die Werke der Jungs die Länge von vollen Songs über 3- 4 Minuten. Die obligatorischen Jazz Einflüsse werden selbstverständlich ebenfalls immer wieder eingestreut. Die Platte wartet mit extrem vielen Überraschungen und interessanten Parts auf. Ist aber auch eine Geduldprobe. Sicherlich nichts was man sich mal so nebenbei anhören kann. Wie eine kleine Entschuldigung für die Strapazen mutet das vorletzte 9 Minütige Stück voller versöhnlicher Töne mit Streichern an. Am Ende gibt es noch 20-Minuten Blödsinn und Soundtexturen zu hören. Durchaus amüsant. Wem Extremisten wie The Dillinger Escape Plan oder Converge zu zahm ist, liegt bei Psyopus genau richtig. (rg)




