Never Die Alone - Havoc
Never Die Alone aus Thüringen veröffentlichen mit "Havoc" ihr erstes Album. Zuvor gab es eine Split-EP mit Raw Edge. Never Die Alone haben sich dick Metalcore auf ihre Fahnen geschrieben. Wie es sich für eine Band aus der Gegend in diesem Stil gehört, hat man die Platte im Rape Of Harmonies ein gezimmert wie es vor ihnen Bands wie Maroon, Heaven Shall Burn, Bury My Sins oder Fall Of Serenity getan haben. Entsprechend druckvoll ist der Sound ausgefallen. Die Songs von Never Die Alone sind ziemlich heftig und genau in der Schnittmenge aus Death-Metal und Hardcore angesiedelt. Derbe Grooves, melodische Gitarrenleads, donnernde Drums und fiese Shouts bestimmen das Bild der Platte. Die Band schafft es zwar ihre Songs technisch sehr souverän aufs Band zu bringen, leider mangelt es den Jungs an wirklich coolen Ideen. So wird schnell klar, dass es sich bei "Havoc" um Metalcore Standardkost handelt wie man sie seit Jahren immer wieder serviert bekommt. Riffs und Arrangements werden recycelt und Shouter Christian überzeugt nicht gerade durch besonderes Charisma. Die Songs sind sehr vorhersehbar und teilweise stumpf ausgefallen. Überraschungen oder besondere Akzente hört man nie. Im Gegenteil, man hat den Eindruck die Band wiederholt sich permanent. Schade, denn an sich knallen die Songs recht amtlich. Doch das reicht einfach nicht mehr, vor 10 Jahren hätte die Band sicherlich mehr punkten können. So fühl ich mich angesichts der eingängigen Grooves zwar vereinzelt zum Kopfnicken animiert. Nach einer Weile wird daraus aber nur noch ein müdes Gähnen. (rg)




