My Silent Wake - A Garland of Tears
Nach einem akustischen Intro, das teilweise leicht an eine melancholische Version des Bonanza Themes erinnert wird auch schon derb losgedoomt. Schwermütig, trostlos und verbittert treten My Silent Wake kräftig Arsch. Durchaus positiv schlägt zu Buche, dass man sich nicht nur der im Doom oft vorherrschenden vertonten Hoffnungslosigkeit hingibt, sonder eine gehörige Portion verträumter und wunderschöner, melancholischen Melodien in die sieben neuen Songs eingewoben hat. Doch wer jetzt denkt, dass hier nur seicht durch ruhiges Gewässer geschippert wird liegt weit daneben. Vor allem durch gelungene aggressive Death-Metal-Vocals entsteht innerhalb der Songs eine enorme Dynamik, die definitiv ein Mittel ist, um sich von der Großzahl der Genrekollegen abzuheben. In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, wie gut es My Silent Wake gelingt, diese brutalen Vocals mit perfekt arrangiertem, mehrstimmigem, cleanem Gesang zu kombinieren. Wie abwechslungsreich diese Band ist beweist unter anderem der dritte Song "Pendulum", der eine mittelalterliche Note in sich birgt, die mit Disharmonien gespickt, ein wahrer Ohrenschmaus ist. Wer sich also in doomigen Gefilden wohl fühlt und sich für Bands wie My Dying Bride, Candlemass und Trouble begeistern kann, sollte hier unbedingt zugreifen. (jb)




