Deathstars - Night Electric Night
Auf dem Cover kommen sie dank Schminke und Uniformen gar finster daher, auf der Bühne dürfen es dann aber schon mal Glitzerklamotten sein und hier und da werden (unter den Musikern!) gar mal Küsschen ausgetauscht. Ganz entgegen dem Bandnamen hat die schwedische Combo nichts mit Death Metal Hut, sondern widmet sich der schwarzen Szene, Gothic Glam Rock würde ich auf die Genreschublade schreiben, wenn ich sie denn in einer unterbringen müsste. Gleich der Opener "Chertograd" wartet mit allen Trademarks der Band auf, als da wären: super eingängige Refrains, stark rhythmusdominierte Gitarren a la Rammstein und ordentlich Keyboardeinsatz und der folgende Titelsong setzt sogar noch einen drauf. Die Rechnung geht auf "Night Electric Night" erneut aufs feinste auf, allerdings ist wenig Überraschendes dabei, manchmal erinnert die Band gar an ihren Landsmann Peter Tägtgren und sein Pain-Projekt. Textlich wird auch ordentlich schwarz gemalt, Zynismus und Ironie regieren und die Band bemüht sich um ein möglichst verruchtes Ambiente, das besonders bei den Damen ganz gut anzukommen scheint. Aufgenommen wurde in New York und Stockholm und im Anschluss an die Veröffentlichung wird die Band das Jahr 2009 wohl hauptsächlich auf Tour verbringen. (tj)




