Too Pure To Die - Confess
Trustkill beehrten uns bereits im letzten Jahr mit dem Debüt von Too Pure To Die aus Des Moines, Iowa. Jetzt sind die Jungs mit ihrem zweiten Album in den Startlöchern. Das Album klingt im ersten Eindruck sehr viel facettenreicher als das Debüt. So sind die Songs insgesamt deutlich melodischer ausgefallen und das Riffing wurde deutlich aufgelockert. Als musikalischer Vergleich fallen mir am ehesten Throwdown ein, wobei sich die Band ihre Vorliebe für erdigen Rock zum Einen und derbem Moshcore zum Anderen teilen. Weiterhin hat die Band ihre neuen Songs mit einem im ersten Moment seltsam wirkenden Nu-Metal Groove angereichert. Daran gewöhnt man sich aber nach einer Zeit und muss den Jungs attestieren, dass sie dadurch für angenehme Abwechslungsorgen. Manchmal erscheint es als wolle man Moshcore mit Stadionrock verheiraten. Denn genau an letzteres erinnern die melodischen Gesangslinien und Melodiebögen vereinzelt. Das klingt oft unpassend, hier und da aber auch interessant. Soweit zu den positiven Aspekten. Kann man die eben genannten Aspekte noch mögen oder eben nicht, krankt das Album aber hauptsächlich daran, dass es den Songs deutlich an Charme fehlt. Viele Riffs stammen aus der 08/15-Standard Kiste, der Rest mag auch nicht so recht zünden. Insgesamt wird zwar händeringend versucht das Album vielseitig zu gestalten, im Endeffekt fällt der Band aber schon nach wenigen Songs nichts mehr ein und wird zum Wiederkäuer. So langweilt das Album schon wie der Vorgänger recht schnell und bleibt trotz den Bemühungen eindimensional. Zu Gute halten muss man der Band die insgesamt positive Entwicklung und den Mut neues auszuprobieren. Wirklich gute Songwriter sind die Jungs aber nicht geworden. Auch die Co-Produzenten Zeuss und Jamey Jasta konnten das Ruder wohl nicht mehr herum reißen. (rg)




