F5 - The Reckoning
Wirklich erstklassig, was F5 mit "The Reckoning abliefern. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die beiden ehemaligen Megadeth-Koryphäen Dave Ellefson (Bass) und Jimmy de Grasso (Drums) mit an Bord sind. Dieser Umstand schlägt unter anderem auch soundtechnisch deutlich durch. Ebenso kompositorisch lassen sich die Einflüsse von Megadeth kaum leugnen, nutzt man doch viele Stilmittel der neueren Scheiben dieses Trash-Schlachtschiffes, als da wären raffinierte, äußerst rhythmuslastige Riffs, geniale Melodieläufe und technisch durch und durch versiertes Gitarrenspiel. Doch was den Sound betrifft dürfte man sich unter anderem auch an Genregrößen wie Pain orientiert haben. Vor allem der Gesang erinnert schwer an den guten alten Peter T. F5 klingen frisch und unverbraucht. Trotz der soundtechnischen Verwandtschaft zu Megadeth hat man sich eine über jeden Zweifel erhabene Eigenständigkeit erhalten. Bester Beweis dafür ist "I am the Taker". Dieser Song geht sofort ins Gehör und nistet sich dort hartnäckig ein. Im Gesamten wird auf "The Reckoning" eine Hymne an die nächste gereiht. Nicht ohne Grund wird das hier gebotene Material von Labelseiten als "Edel-Metal" bezeichnet. Schon lange habe ich keine Band mehr gehört, die so eingängig und harmonisch arbeitet. Alle Metalheads sollten hier ein Ohr riskieren, für manche dürfte hier ein wahre Erleuchtung vorliegen. (jb)




