Tankard - Thirst
Als Urgestein der deutschen Thrash Metal-Szene hatte ich die Frankfurter Band an sich kaum noch für echte Überraschungen auf dem Zettel. Eigentlich hatte ich sie schon unter "Nicht mehr rechtzeitig den Absprung für ein würdiges Ende gefunden" abgelegt. Das Coverartwork deutet erneut in die Klamauk-Richtung und so wuchs die Überraschung beim Hören mit jedem Song. Da zeigen die Alten Herren den Jungspunden der A-Jugend aber noch mal so richtig, wo der Hammer hängt. Lange hat man die Band nicht mehr so hart thrashend gehört, da werden mehrfach Erinnerungen an amerikanische Kollegen wie Nuclear Assault, Testament oder auch Exodus wach, und da müssen sich die Hessen auch gar nicht verstecken. Selbst Sänger Gerre überzeugt auf ganzer Linie und mit Nummern wie etwa "Octane Warriors" und "Echoes Of Fear" sind diverse Hits auf "Thirst". Natürlich kommt auch der Humor mal wieder nicht zu kurz, was sich schon an Songtiteln wie "Sexy Feet Under" oder "MyEvilFart" ablesen lässt, sie können und wollen ab und zu auch durchaus mal ernst sein (siehe "When Daddy Comes To Play"). Im Reigen der letzten Veröffentlichung der Band ist Album Nummer 14 auf jeden Fall verdammt stark - und das nach über 25 Jahren Tankard, Respekt! (tj)




