Girugämesh - Music
Man meint ja, die Japaner seien uns in so manchem voraus bzw. kochen ihr ganz eigenes Süppchen, was die Vier von Girugämesh uns hier aber servieren, ist weder seiner Zeit voraus noch eigen, das ist ein wilder Mix aus New Metal und ´ner fetten Portion Elektroinput. In der heutigen Besetzung wohl gerade mal im vierten Jahr aktiv, hat sich die Band längst über den Raum Tokio hinaus einen Namen gemacht, mit dem Auftritt auf dem Wacken Open Air 2008 dürften sie den ein oder anderen Metalfan wohl etwas überfordert haben. Denn obwohl die Band keinen Keyboarder oder Soundmann listet, ist der Maschinenanteil recht hoch, viel programmierte (Techno- oder Break-)Beats und auch gerne mal fiese Quietsch-Noisekulisse vor denen sich die Band austobt. Rifftechnisch setzen sie auf einfachste Effekte und der Rhythmus dominiert ganz klar übers Riff. Frontmann Satoshi gelingt es, die ein oder andere eingängige Zeile im Ohr des Hörers abzuwerfen, so richtig überzeugt mich das Ganz aber nicht. Innerhalb der Songs wird wild zwischen englischer und japanischer Sprache hin- und hergewechselt. Und wo die Infoschreiber die Parallelen zu Tool und System Of A Down sehen, ist mir völlig schleierhaft, hat ein bisschen was von Atari Teenage Riot meets Korn. (tj)




