Dir En Grey - Uroboros
1997 in Japan gegründet ist "Uroboros" bereits das siebte Album der Band. Bei uns sind sie erst in den letzten Jahren (seit 2005) und besonders mit dem Album "Withering To Death" in Erscheinung getreten und so fehlt mir etwas der Überblick übers Gesamtwerk um das neue Album dort einordnen zu können. Mir erscheinen die dreizehn Songs irgendwie ausgefeilter, wohlüberlegter und reflektierter als das Material auf dem Vorgänger. Es gibt auch hier noch wilde Wechsel vom getragen-dramatischen Sound hin zu mächtigen Gitarrenoffensiven und fiesem, hektischen Gegurgel bzw. Gezische, aber es wirkt alles etwas durchdachter und ausgeklügelter. Vorherrschend ist nach wie vor die Düsternis, aber die Band ist (auch in Sachen Instrumentierung) vielseitiger geworden. Leider aber nicht zugänglicher. Im Kern auf jeden Fall faszinierend, machen sie es ihren Hörern aber doppelt schwer, einerseits natürlich durch die meist eingesetzte japanische Sprache, andererseits aber auch durch Brocken wie das sehr weit vorne positionierte, über neun Minuten lange "Vinushika", das sie wie eine Art Hürde an die zweite Stelle des Albums gerückt haben. (tj)




