Guns N‘ Roses - Chinese Democracy
2008, das Jahr, als die Dinos zurückkehrten! Neue Alben von Metallica, AC/DC und jetzt tatsächlich auch noch das schon fast als Treppenwitz immer wieder angekündigte Album von Axl und seinen Gunners. Quasi "pünktlich" und genau 15 Jahre nach der letzten regulären Veröffentlichung "The Spaghetti Incident". Und nach den ersten Durchläufen muss zwangsweise die Ernüchterung aufkommen, denn wie hätte das Album auch den über die Jahre höher und höher gestapelten Erwartungen gerecht werden sollen? Gerecht wird es aber auf jeden Fall dem Namen auf dem Cover, denn das ist ohne Zweifel ein Guns N‘ Roses-Werk, auch wenn von der ursprünglichen Besetzung außer Mr. Rose bekanntlich niemand mehr an Bord ist. Und im Gegensatz zur neuen Metallica, bei der ich immer wieder fassungslos vor dem ein oder anderen Haken stehe, den die Band in so vielen Songs (leider) schlägt, kann man "Chinese Democracy" von vorne bis hinten am Stück ohne größere Frustmomente durchhören - "Catcher In The Rhye" und "Street Of Dreams" fallen etwas ab, finde ich - nur findet sich am Schluss wenig auf der Seite über der "Übersongs" steht; und da haben ältere Alben der Band schon einige Songs plazieren können! Wie eigentlich jedes Gunners-Album ist es anders als sein Vorgänger und dieses Mal bedient sich Axl auch an vielen verschiedenen Genres, ohne dabei aber groß anbiedernd zu wirken, im Fokus bleibt aber catchy Rock ´n´ Roll mit gerne mal dickeren Arrangements und Gitarrensoli der Extraklasse. Und mit 70 Minuten Spielzeit kriegt man auch was für sein Geld! Bleibt zu hoffen, dass Axl wieder auftaucht (zum Zeitpunkt des Reviews ist er schon ein paar Tage unauffindbar, was besonders das Label frustet, das doch gerne etwas Promo zum Album mit ihm gemacht hätte!), vielleicht sogar wieder ein paar Ex-Gunner wieder ins Boot holt und nicht wieder eine Ewigkeit braucht um nachzulegen. (tj)




