D-A-D - Monster Philosophy
Was, die gibt´s noch? Das war ungefähr meine erste Reaktion, als ich erstmals von diesem Album hörte. Die Band mit dem genialen, und aus Rechtsgründen leider auf Initialen verstümmelten Bandnamen, hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm und ihre Hochzeit liegt, zumindest außerhalb ihrer Heimat Dänemark, auch schon ein paar Jährchen zurück. "Monster Philosophy" ist dann auch sage und schreibe das zehnte Album der Band und sie haben mittlerweile satte 25 Dienstjahre vorzuweisen. Schon mit dem Opener "Revolution" wird aber klar, dass sie an sich nichts verlernt haben, der punkige, ganz klar spaß-gesteuerte Rocksound geht nach wie vor direkt ins Ohr und sorgt für spontanen Bewegungsdrang. In der folgenden knappen Stunde gibt´s auch immer wieder Platz für ruhigere Songs und auch das bringt die Band glaubhaft und gekonnt rüber. Ob nun mit Absicht (der Titel legt´s ja schon nahe) oder nicht, das Material erinnert nicht nur einmal an Dave Wyndorfs Monster Magnet - wobei die in den letzten Jahren wenig Bewegendes veröffentlicht haben und oft gerade live die großen Versprechen ihrer (älteren) Alben nicht einlösen konnten. Mr. Wyndorf dürfte sich die Finger nach derart starken Tracks lecken und gerade live sollen D-A-D wahre Granaten sein. Auf weitere 25 Jahre also! (tj)




