Purgatory - Cultus Luciferi The Splendour Of Chaos
Da sag ich mal ganz frech: "Knüppel aus dem Sack!!" Auch nach stolzer 15 jähriger Bandhistorie klingen Purgatory frischer denn je. Dabei beruft man sich ganz bewusst auf die persönlichen Stärken, die da wären ultraschneller, brutalster, schier abartiger Death-Metal. Wutzerfressen und voller Hass bolzen die vier Mannen aus Nossen in Sachsen los und zermalmen alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Von der ersten bis zur letzten Sekunde wird der Hörer bombardiert. Kein Erbarmen und kein Entrinnen. Das Tempo bleibt während der gesamten Spielzeit dieser Langrille auf Überschallniveau (zugegeben, ab und an verfällt es in Gefilde, die fast als Midtempo bezeichnet werden könnten, aber nur um im nächsten Moment umso derber loszulegen). Vor allem durch stampfende Mosh-Parts und ein überwiegend sehr rhythmuslastiges Songwriting weiß man zu überzeugen. Die Songs sind weitgehend geradlinig, auf hochvirtuose Ausflüge à la Nile wartet man vergebens. Hier herrscht der Dampfhammer und nicht die filigrane Schnörkelarbeit. Dabei ist man aber keineswegs alleine, sind es doch Bands wie Debauchery und Six Feet Under, die einen ähnlichen Kurs fahren. Für Freude der straighten Death-Metals dürfte hier ein absoluter Leckerbissen vorliegen. Wer nach virtuosem Neuland Ausschau hält, sollte noch etwas weiter suchen. (jb)




