Laid In Ashes - Solitary Ghostride
Melodisch, aggressiv, brutal und voller Wut. So fällt der erste Eindruck der mittlerweile fünften Scheibe von Laid In Ashes mit Tietel "Solitary Ghostride" aus. Dieser Eindruck wird im Laufe der Platte zum Einen bekräftigt und unterstrichen, zum Anderen aber auch angereichert. So greift man nach einem sehr melodischen und leicht melancholischen Intro mit "Hellbound" gleich in die Vollen. Mit Überschall und brachial ohne Ende wird aus allen Rohren gefeuert. Technisch auf höchstem Niveau, melodisch und mit der gewohnten Härte gehen die Mannen vom Laid In Ashes ans Werk und wissen nach kürzester Zeit zu überzeugen. Allem voran ein Kunstwerk gelingt dem Quintett - man verleiht den Songs auf "Solitary Ghostride" eine ungeahnte und für mich durchweg überraschende Eingängigkeit, die durchaus mit den frühen In Flames vergleichbar ist. Diese Scheibe treibt vom Anfang bis zum Schluss. Die Spielfreude von Laid In Asches ist nach fast neunjähriger Bandhistorie ungebrochen und frisch wie nie zuvor. Das schönste an dieser Scheibe ist, dass man trotz der stilistischen Nähe zu Göteborg trotzdem seine eigene Identität nicht einbüßt. Vor allem auch der Gesang trägt dazu bei. Voller Wut und Aggression, voller Schwermut und Melancholie peitschen diese mal clean mal gegrunzt aus der Anlage und verursachen unmittelbar eine Gänsehaut. "Solitary Ghostride" ist ein wirklich empfehlenswertes Album für alle Verfechter der extremen Musik, denen In Flames und Konsorten mittlerweile zu soft geworden sind. Hier findet ihr die Erfüllung eurer Träume. (jb)




