Onesta - We Got Game
Lange hat man nichts mehr von dem ehemaligen europäischen Vorzeigelabel in Sachen Hardcore Goodlife Records gehört. Jetzt veröffentlichen die Belgier aber das neue Album von Onesta. Diese Truppe aus Paris gründete sich 2005 als die Stadt von den Ausschreitungen und brennenden Autos erschüttert wurde. Ideale Gründungsbedingungen für eine Hardcore Band also. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Mitglieder von Apocalypse Now und Count To React. 2007 veröffentlichte die Band ihr Debüt "Back To Reality", jetzt erscheint ihr zweites Album "We Got Game". Das Album beginnt sehr versöhnlich mit einem hoffnungsvollen Sample, leitet dann aber direkt in fette Grooves über. Der Stil von Onesta orientiert sich stark am New York Hardcore und da an Bands wie Biohazard, Madball oder Sub-Zero. Klar werden auch die Hip-Hop Einflüsse der Band, die sich zwar nicht immer in Sprechgesang äußern, wohl aber in der starken Groove Orientierung. Hardcore dieser Spielart hört man heute nicht mehr allzu oft und es muss gesagt werden, dass Onesta es wirklich überzeugend rüber bringen. Das Riffing kann durchaus mit dem von Madball mithalten, die Breaks sitzen, die Grooves überrollen den Hörer und es gibt reichlich Gelegenheit für Crewshouts und Fingerpoints. An den seltsam verzerrten Gesang muss man sich zwar erst gewöhnen, dieser klingt dann aber ebenfalls cool. Das Ganze ist natürlich ziemlich prollig, wirkt aber keinesfalls so aufgesetzt und stumpf wie bei vielen Genrekollegen. Im Gegenteil, Onesta verfügen über viel Energie und Spielfreude. Wer auf NYHC der oben beschriebenen Machart steht und wen es nicht stört, dass übergroß Madball in der Signatur der Band steht, kann hier bedenkenlos zugreifen. (rg)




