The Dying - Triumph Of Tragedy
Ich muss offen und ehrlich sein, Thrash Metal war nie mein Ding und ich werde auch wahrscheinlich immer auf brutalerem Zeugs hängen bleiben. Aber ich will ja kein Egomane sein und nur stur eine Richtung einschlagen. Deshalb muss man sagen, dass The Dying aus Belgien meinen Gehörgang angekratzt haben. Das Fünfergespann holt nämlich mit ihrem Erstwerk „Triumph Of Tragedy“ ordentlich die Thrash-Keule raus. So muss ein Erstwerk einer Band klingen, dann klappt es auch mit mir als Zuhörer. Nur verwunderlich, dass es diese Gruppierung schon seit dem Jahre 2000 gibt und es noch keine CD-Vermarktung gab. Aber nun zur Platte. Das Tempo der elf Songs ist super flott und rast des öfteren davon, aber auch die gut platzierten Tempowechsel passen perfekt in die Struktur hinein. Thrash, Mörderriffs und Melodien regieren an den Gitarren, einfach herrlich anzuhören. Das Schlagzeug rattert durchweg mit hoher bpm Anzahl, vor allem an der Bassdrum. Der Gesang klingt rotzig und erinnert oftmals an die verwandten Szenegrößen. Man sieht, die Kombination ist erfolgversprechend. Trotz der durchschnittlichen Spielzeit von einer guten Dreiviertelstunde gehen die Songs schneller rum als man denkt. Macht aber nichts, einfach nochmals anhören schadet in diesem Fall nicht, denn viele Melodien und Parts überhört man eventuell beim erstmaligen Durchhören. Für Fans des besagten Genres definitiv ein Kaufmuss, aber auch für Leute, die mal wieder etwas anderes hören wollen als nur ihre Musik, ein Reinschnuppern schadet nicht. Auch wenn ich The Dying noch nie live gesehen habe, hätten sie in der Nähe ein Konzert, ich würde es auf jeden Fall anschauen! (hs)




