Adieu OK! - Adieu OK!
Hätten Robert Smith von "The Cure" und Cyndi Lauper in den 80ern geheiratet und in der bayerischen Kleinstadt Straubing Nachwuchs gezeugt, während aus dem Radio der Sound von New Model Army zu hören und im TV "Captain Future" zu sehen war, dann hätten diese Kids in den 90ern ununterbrochen Super Nintendo gespielt und dabei verzerrte E-Gitarren-Musik angehört und würden jetzt bei Adieu OK! musizieren - das lässt man von Seiten der Band verlauten. Klingt nicht nur nach einer explosiven Mischung, sondern zündet auch von Anfang an. Acht Tracks gibt´s auf ihrer kürzlich erschienenen, brandneuen Platte zu hören. Um gleich zu zeigen, wo der Hammer hängt, gehen die 4 Jungs mit "The Beginning" schon mal ordentlich zur Sache: Feine Gitarrenriffs und eine gesunde Mischung aus klaren und härteren Vocals. "Into The Blue" fährt anschließend eher die popige Schiene. Doch wer damit meint, den Sound des Albums zu kennen, hat sich gewaltig getäuscht. "Asleep" tritt ein wenig auf die Bremse und wartet neben Piano-Parts gegen Ende mit Synthies auf, man hat den Eindruck, um auf den nachfolgenden Song "Last Page" vorzubereiten: Dicke Synthie-Sounds untermalt von eingängigen Gitarrenriffs. "Chorus Of The Damned" ist dagegen einer der härtesten Songs der Scheibe mit einem ausgewogenen Verhältnis aus Screamo und Punk. Auch die nachfolgenden Nummern stehen den Vorgängern in nichts nach. Was soll man hierzu noch sagen? Den Namen sollte man sich merken! Jeder, der auf frischen PopPunk steht, darf bedenkenlos zugreifen. Live ist das Quartett in den nächsten Monaten in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern zu sehen. Dringend antesten! (mg)




