Carpathian - Isolation
Dass Deathwish ein äußerst gutes Händchen für neue Bands hat, ist nichts Neues mehr. Die neueste Entdeckung des Labels ist Carpathian, diese stammen zur Überraschung nicht aus dem ungarischen Hochland (den Karparten) sondern aus dem sonnigen Australien. So sind sie sicherlich was die Herkunft betrifft ein Exot auf dem Label, nicht jedoch was den Sound angeht. Hier fügt sich die Band hervorragend neben Bands wie Shipwreck A.D., Blacklisted oder Modern Life Is War ein. Es wird sehr düsterer, angepisster Hardcore mit einem sehr erdigen und rockigen auch mal noisigen Sound geboten. Das Level, auf dem sich die Band auf ihrem vorliegenden zweiten Albumbewegt, ist fast beängstigend. Die Jungs schaffen es, sowohl düstere Atmosphäre als auch geballte Wut glaubhaft in ihren Sound zu packen. Da die Band alle gängigen Hardcore Stilmittel verwendet, ist sie jederzeit als Hardcore Band zu identifizieren. Trotzdem klingt der Sound sehr eigenständig und originell. Dabei erinnert die Truppe nicht selten an eine düstere Version von Verse. Die Texte sind sehr intelligent und tiefgründig. Hauptfaktor warum das Album sich aber nicht hinter den großen Szene Namen verstecken muss, ist aber die Energie und die Leidenschaft, die dem Hörer aus den Boxen heraus entgegen bläst. Gastgesänge gibt es übrigens von den Sängern von Ceremony und Shipwreck A.D. Wer auf modernen Hardcore steht, kommt an der Platte nicht vorbei. (rg)




