Parties Break Hearts - Life Is Too Short To Dance With Ugly People
Das trendige Cover und meinetwegen Bandname lassen einen als Herkunftsland dieser Band sofort die USA vermuten, aber stellt euch jetzt bitte ein wuseliges kleines Männchen vor, das ins Review huscht und fragt "Wer hats erfunden?"; genau, die Band ist aus der Schweiz. Da wurde dieser Band definitiv nicht erfunden, aber offensichtlich ist er da mittlerweile auch ganz gut angekommen, das vorliegende Album mit dem philosophischen Titel ist nämlich mehr als gelungen. Starten sie mit "Scrape!" noch etwas schmusig-melodisch und erinnern so an Acts wie beispielsweise Jimmy Eat World, bratzen sie mit dem zweiten Song "Fake As You" schon ganz anders los. Da erkennt man die wohl deutlich vorhandenen Hardcore-Roots, da wird auch mal gebrüllt und das mag alles gar nicht so zu dem Bild passen, das man bei uns so von den gemächlich-korrekten eidgenössischen Nachbarn hat. Die zwölf Songs auf diesem Debut (die Band gibt es wohl gerade mal etwas über ein Jahr) bewegen sich meist im Midtempobereich, pendeln zwischen melodisch-hymnischen Refrains und dem ein oder anderen Wutausbruch und der Produktion gelingt es die Energie der vier Jungs sehr gut einzufangen. Auch wenn man die USA jetzt ja wieder (etwas) lieb(er) haben darf, weiso in die Ferne schweifen? Das Gute liegt so nah! Fans von Rise Against oder auch Story Of The Year sollten hier auf jeden Fall mal reinhören! (tj)




