Elvenking - Two Tragedy Poets... (And A Caravan Of Weird Fugures)
Man mag mit Italien musikalisch assoziieren, was man möchte, Folk wird aber bei den wenigsten ganz oben auf der Liste stehen. Die Fans der Italo-Power Metaller Elvenking haben ihren Helden aber wohl schon lange damit in den Ohren gelegen doch mal ein akustisches Album abzuliefern und das liegt mit "Two Tragedy Poets..."auch seit kurzem vor. Die Herkunft hört man dem Gesang von Damna zu keiner Zeit an, klingt alles sehr international und ab und zu denkt man sogar etwas an New Model Army - die Stellen wo Heavy Metal-like etwas geknödelt wird halten sich glücklicherweise sehr in Grenzen, der Folk steht stilistisch klar im Vordergrund und so macht das Album richtig Spaß und überrascht aus dieser Richtung absolut. Der Anteil an Fideln und Flöten ist auch nicht zu hoch, es sollten also auch Hörer mit einer gewissen Allergie in Richtung dieses Instrumentariums recht unbeschadet durch das Dutzend Songs kommen. Mit "The Wanderer" und "Winter Wake" sind neben zehn neuen Songs auch genannte zwei Songs in einer akustischen Bearbeitung enthalten. Trotz akustischer Instrumentierung kommt beispielsweise ein Track wie "Not My Final Song" richtig mitreißend und fast angepisst-wütend rüber. Die Coverversion scheidet mal wieder die Geister. Erstens ist "Heaven Is A Place On Earth" (im Original von Belinda Carlisle) nicht wirklich akustisch eingespielt und fällt somit doch deutlich aus dem Konzept der anderen Songs, und zweitens nerven die käsigen Keyboards doch ziemlich und unterm Strich hätten sie sich das doch lieber sparen sollen. In der Folk-Version überzeugt mich die Band aber viel mehr als in ihrem regulären Power Metal-/Prog-Gewand. (tj)




