Impure Wilhelmina - Prayers And Arsons
Impure Wilhelmina aus Genf bestehen schon seit 1996, dennoch habe ich nie zuvor von der Band gehört. Ein echter Fehler angesichts ihrer neuesten, insgesamt ihr vierten, Platte "Prayers And Arsons". Die Band bewegt sich stilistisch in der Grauzone um Isis und Cult Of Luna aber auch Oceansize oder Tool. So wird sperriger Noise und Post-Hardcore mit einer recht ungewöhnlich poppigen Komponente ergänzt, ohne dabei aber jemals seicht zu werden. Brutales Shouting geht mit sensiblem Gesang eine Allianz ein. Ebenso wie monströse Gitarrenwände mit frikeligen Läufen umspielt werden. Immer wieder nimmt die Band die Lautstärke zurück und fällt in ruhige atmosphärische Passagen. Trotz des recht komplexen Sonwritings und der Überlänge der neun Songs, verfügen diese über ein sehr hohes Maß an Eingängigkeit. Weiterhin gelingt es der Band nicht wie der x-te Abklatsch der oben genannten Krachspezialisten zu klingen, sondern verfügen über einen eigenständigen und ausgereiften Sound. Die Songs werden nie langweilig sondern offenbaren immer wieder neue interessante Aspekte. "Prayers And Arsons" ist definitiv kein Album zu schnellen Konsumieren zwischendurch, sondern erfordert die ungeteilte Aufmerksamkeit des Hörers. Impure Wilhelmina sind definitiv ein, zumindest von mir, bisher unentdecktes Juwel. Wer auf die oben genannten Bands steht sollte sich die Band definitiv nicht entgehen lassen. (rg)




