United Nations - United Nations
United Nations sind eine ominöse Soupergroup. Eine offizielle Mitgliederliste gibt es nicht und auf Fotos sind die Gesichter hinter Ronald Reagen Masken versteckt. Klar ist aber, dass United Nations das Kind von Thursday Frontmann Geoff Rickley und Glassjaw/Head Automatica Mastermind Daryl Palumbo ist. Weiterhin sind Converge Drummer Ben Koller sowie Mitglieder von The Number Twelve Looks Good On You, The Lovekill und Made Out Of Babies an dem Projekt beteiligt. Der Sound der Truppe lässt sich nur schwer kategorisieren. Er beinhaltet Einflüsse aus Screamo, Grindcore und Power Violence, später im Album finden sich sogar Jazz Referenzen. Die Songs basieren auf Rickleys typischer emotionaler Stimme, die von markerschütternden Schreien von Palumbo ein Gegengewicht bekommt. Die Songs verschmelzen brutale Grindcore Blastbeats und chaotisches Riffing mit interessanten, gar progressiven Melodien auf eine Weise, wie man es nur selten zu hören bekommt. Stilistisch ist die Truppe absolut eigenständig. United Nations lassen sich mit keiner anderen Band vergleichen. Trotzdem schaffen es die Jungs ihrem komplexen, chaotischen Sound eine seltsame catchyness einzuhauchen. Hier folgen ruhige Akustikgitarren auf verrücktes Gitarrengeschredder. Rickleys Gesang ist einnehmend wie eh und je und funktioniert auch in dem Grindcore Kontext perfekt. Die Spielzeit der Songs ist meist recht niedrig. Das Album endet in einem atmosphärisch jazzigen Stück mit Saxophon Einsatz. Freundlicherweise hat die Band einen Schlusstrack mit 13 Minuten Stille eingebaut. Denn bevor die Repeat Funktion, deren Gebrauch ausdrücklich empfohlen ist, einsetzt, ist definitiv eine kleine Erholung nötig. Großartiges Album! (rg)




