Pain - Cynic Paradise
Tausendsassa Peter Tägtgren sitzt sicherlich öfters am heimischen Mischpult, verharrt einen kurzen Augenblick in seinem Workaholic-Dasein (man beachte nur mal den Veröffentlichungstermin des Vorgängeralbums!) und freut sich wissend grinsend seines Lebens. Denn nur die wenigsten Musiker können abseitige Vorlieben für Eurotechno und Klingelton-artige Melodielinien mit ihrem Metallerleben unter einen Hut bringen, Tägtgren hat sogar das hinbekommen! Mit dem sechsten Pain-Album dockt Peter auch mit seinem eingängigsten Projekt wieder bei Nuclear Blast an. Überraschungen gibt es an sich wenige (Frauengesang, ok), die Mixtur geht aber auch ein weiteres Mal perfekt auf - jedenfalls für aufgeschlossene Hörer, denn derart einfach angelegte Strukturen sind nicht Jedermanns Sache. "Cynic Paradise" zeugt aber von gekonntem Songwriting, denn die meisten Songs zünden umgehend und sind potentielle Ohrwurmkandidaten - wobei ein richtig überragender Song, wie etwa "The Same Old Song" von "Dancing With The Dead", nach den ersten Durchläufen nicht auszumachen war. Nach der ausgedehnten Tour im Vorprogramm von Nightwish überrascht es auch wenig, dass deren Sängerin Anette Olzon bei zwei Songs (dem Singlekandidaten "Follow Me" und dem abschließenden "Feed Us") zu hören ist. Sehr cooles Coverartwork im Horrormovie-Style. Sicherlich nicht mein Lieblingsalbum von Pain, aber auch keinesfalls schlecht! (tj)




