Defenestration - For Us It Ends When We Drown
Diese britische Band gibt es schon gar nicht mehr. Rising Records wollen uns aber nun im Nachhinein von den Klassiker-Qualitäten der Band überzeugen. Ein Unterfangen, das aufgrund der mageren musikalischen Vorstellung, welche Defenestration hier abliefern, zum Scheitern verurteilt ist. Die Truppe, die auf dem europäischen Festland nie Fuß fassen konnte, feierte im vereinigten Königreich durchaus Erfolge. So konnte man auf dem Reading und dem Leeds Festival spielen , und vor Slayer in der Wembly Arena auftreten. Nicht schlecht. Musikalisch bot die Band 2001 bereits female Fronted Metal, noch bevor Bands wie Walls Of Jericho oder Arch Enemy ihre heutigen Erfolge feierten. Mit den Frontfrauen dieser Band ist die Defenestration Fronterin Gen Tasker jedoch nicht in einen Topf zu werfen. Während ihre Shouts und Screams zwar nicht besonders toll aber immerhin noch hinnehmbar sind, geht der melodische Gesang der Dame mal gar nicht. Selten so ein dünnes näselndes Stimmchen gehört. Da trifft es sich gut, dass auch ihre musizierenden Kollegen keine besonders überzeugende Vorstellung abliefern. Recht langweilige, vorhersehbare und kraftlose Riffs dominieren das Bild. Dazu ist die Produktion ziemlich lasch und undifferenziert ausgefallen. Dass Defenestration sich aufgelöst haben, war kein großer Verlust. Warum das Label allerdings jetzt noch Geld in das Release pumpt, ist mir ein Rätsel. (rg)




