Funeral For A Friend - Memory And Humanity
Die aus Wales stammenden Funeral For A Friend haben nicht nur in ihrer Heimat eine beachtliche Kariere hingelegt. 2002 wurde die Truppe gegründet und veröffentlichte nur ein Jahr später das Erfolgsalbum "Casually Dressed & Deep in Conversation", welches schnell Gold-Status inne hatte. Dazu ging man mit Iron Maiden auf Europa Tour. Was will eine junge Band mehr? Tapfer veröffentlichte die Band weiter Alben und EPs und stellte immer wieder aufs neue unter Beweis, dass es sich hier um gute Songwriter handelt. Beim letzten Album "Tales Don´t Tell Themselves" jedoch hatte man den Eindruck, dass der Band die Ideen ausgegangen sind. Zwar gingen die Songs ebenso schnell ins Ohr und bestachen mit coolen Melodien, doch klangen sie auch recht glatt gebügelt und brav. Jetzt veröffentlicht die Band aber ihr viertes Album "Memory And Humanity" und ist wieder zurück auf der Spur. Die neuen Songs klingen sehr typisch nach Funeral For a Friend, sind aber wieder kantiger und härter. Die Gitarren braten wieder heftiger und der begnadete Frontmann Matt Davies schreit auch mal wieder. Doch gelingt der Band das Kunststück, dabei weder die Eingängigkeit noch die Tiefgründigkeit außer acht zu lassen. So befindet sich auf der Platte der eine oder andere Ohrwurm. Leider muss auch gesagt werden, dass über die gesamte Albumsdistanz gewisse Ermüdungserscheinungen einschleichen, da sich einzelne Songs zu sehr ähneln. Trotzdem dürften Fans der Waliser nicht enttäuscht sein, im Gegenteil, mit dieser Platte sollten alte Fans wieder auf Kurs gehalten werden. (rg)




