Duff McKagan´s Loaded - Wasted Heart
Duff McKagan! Ein Name, der vielen Musikliebhabern sofort bekannt vorkommen dürfte. Duff, der mit Guns n´ Roses Musikgeschichte schrieb, als man Axel Rose und Co noch ernst nehmen konnte und sogar musste. Duff, der bei Velvet Revolver seinen Bass beisteuerte und sicher immer einen richtigen Riecher hatte, was neue Projekte angeht. Loaded wurde bereits im Jahre 1999 gegründet und nach langer Pause wird nun die EP "Wasted Heart" auf den Markt geworfen. 5 Songs, die die kreative Pause, die man mit Velvet Revolver nun machen muss. überbrücken soll. Gleich vorweg: Der große Wurf ist keiner der Songs. Nicht schlecht, aber der Erkennungswert zischt knapp an der Grasnarbe vorbei. Bei "Sleaze Factory" ist der Name auch schon Programm und lässt die Vorfreude auf die weiteren vier Songs doch gleich sinken. Midtempo meets belanglosen Gesang, welcher auch noch durch weibliche Unterstützung am Leben erhalten wird. "No More" macht da weiter, wo der Opener aufgehört hat. Einfallsloses Schlagzeugspiel und eine Gitarrenarbeit, die nicht der Rede wert ist unterstreichen einen Bass, der in diesem Stück die Beste ist. Da hat sich der Duff aber raffiniert in den Vordergrund gespielt, wenn die Stimme schon langweilig ist. "You´re the best thing I ever had", singt er. Wäre schön, wenn dies auf der Seite der Lautsprecher auch so wäre. Der nächste Song verspricht viel: "Executioner´s Song". Na hallo, das lässt doch hoffen. Aber nein, auch hier wieder lustloses Geier und ein "Gitarrensolo", welches nach 2 Stunden Unterricht auch ein 10-Jähriger hinbekommt. Man überwindet sich und hört sich zwei weitere Songs an. Das Ende der CD immer fest vor dem geistigen Auge. Der Duff macht es einem ja auch nicht einfach, muss man schon sagen! Nach weiteren 7 Minuten, die einem wie eine kleine Ewigkeit vorkommen, ist der Spuck vorbei. Was nun? Gute Worte finden? Nun ja, der Wille ist da, die Musik passt auch für die ältere Generation, aber letztendlich muss ich sagen, dass selbst diese nicht aus dem Rollstuhl aufspringen wird. Wir reden hier von Rock in Reinform, leider aber auch nicht origineller Form, sondern so, wie es gestandene Rocker und gute Musiker (was Duff zweifelsohne ist) nach 2 Stunden proben auf die Reihe bekommen sollten. Vielleicht sollte man sich auch abgewöhnen hinter großen Namen große Projekte zu vermuten, aber leider bringt dies ein großer Name meist mit sich. Sonst wäre er wohl keiner! Tja Duff, schade drum. Da hör ich mir doch gleich die Guns n´ Roses- und Velvet Revolver -Platten an. Die hatten noch Gesicht und Charakter. (pg)




