Devils Gift - dto.
Jason Sucoef hat schon vieles, was er in seine Produzentenhände genommen hat, in Gold verwandelt. Acts wie Chimaira, Trivium und auch Devildriver nahmen mit ihm auf und so schafft schon sein Name eine gewisse Aufmerksamkeit. Auf dem Album von Devils Gift hat er zudem noch alle Instrumente außer dem Schlagzeug eingespielt. Weitere wichtige Zutat: Sängerin Lennon Murphy. Mancher hat vielleicht schon von ihren Soloarbeiten gehört, die unter ihrem Vornamen firmieren. Die augenschmeichelnde Lady hat schon mit süßen 17 einen ersten Major-Plattenvertrag unterschrieben, dann mit Promiproducer Steve Thompson (Korn, Metallica, Guns´n´Roses) auch ein Debut aufgenommen, das aber einen denkbar schlechten Veröffentlichungstermin hatte: nämlich den 11. September 2001. Nun also das Debut unter dem Namen Devils Gift. Und das krankt an einer gewissen Seelenlosigkeit, was an dem konstruierten Zustandekommen liegen mag. Frau Murphy kann wirklich prima singen und ist in Verbindung mit ihrem Äußeren natürlich ein Gewinn für jede Band, aber bei den Songs liegt das ganze Gewicht in Sachen Aufmerksam- und Eingängigkeit auf ihren zarten Schultern. Die Musik ist nämlich bloße Kulisse, da passiert wenig aufsehenerregendes, besonders Drummer Dave Eltich bleibt sehr blass und wird zum bloßen Taktgeber degradiert. Manche der Riffs tendieren sogar in Richtung New Metal und sind ansonsten mittelprächtige Meterware. Lennon Murphy hört man eine gewisse Popaffinität an, rotzig wird´s nur selten, was wahrscheinlich sogar gewünscht ist und auch nicht schadet, alleine sie scheitert an der großen Aufgabe das Album ganz alleine zu tragen. Songs wie "Sacrifice" oder auch "Bleed You Out" können etwas, da geht die Rechnung halbwegs auf, aber diese Songs bleiben im Albumdurchschnitt die Ausnahme. Die CD läuft im Hintergrund gut mit, ist keine Panne aber leider auch kein Reißer. (tj)




