Burst - Lazarus Bird
In ihrer Heimatstadt Göteborg sind Burst wohl klare Außenseiter. Denn die schwedische Stadt ist sowohl national wie auch international vor allem für ihre melodischen Death Metal-Bands bekannt. Burst gehen etwas differenzierter vor, als Postcore wird ihr Sound gerne etikettiert, aber selbst das ist ja noch ein recht diffuser Begriff. Ein weiterer Anhaltspunkt in Sachen Positionierung wären vielleicht ehemalige Tourpartner; da hätten wir nämlich u.a. Mastodon, The Dillinger Escape Plan und Opeth - wenn der Leser sich für eine der genannten Bands begeistern kann, dann unbedingt auch mal "Lazarus Bird" antesten! Im Vergleich zum Vorgänger "Origin" sind sie sogar noch etwas mutiger geworden und nach wie vor weit davon entfernt eingängige Hits zu schreiben. So pendeln sie erneut gekonnt zwischen filigran-schönen und Eruptionen gleichenden derb-rockenden Passagen, was streckenweise einen fast hypnotischen Sog erzeugt, indem ein Song in den anderen über geht und man fast ein bisschen die Orientierung verliert. Die Orientierung in Sachen einzelner Songs fällt dem Rezensenten hier aber auch allein deswegen schwer, weil das Album in beinahe 100 Tracks gesplittet wurde - was ja ein gängiges Anti-Internetinstrument ist - es wäre dann aber schon hilfreich gewesen, die Nummerierung der einzelnen Tracks auch irgendwo zu vermerken... (tj)




