Anima - The Daily Grind
"The Daily Grind", das erinnert mich an das ebenso benannte Album der Skate-Punks von No Use For A Name. Mit denen haben die ostdeutschen Anima aber nichts gemeinsam. Zumindest nicht musikalisch. Die Band, die erst seit 2005 besteht, veröffentlicht mit "The Daily Grind" bereits ihr zweites Album und Debüt für Metal Blade. Ursprünglich sollte die Band auf den Namen Metmachines hören, was glücklicherweise verworfen wurde und durch das prägnantere und deutlich weniger für Späße angreifbare Anima ersetzt wurde. Die Band liefert einen amtlichen Batzen Todesblei ab, der deutlich von modernen Deathcore Elementen durchsetzt ist. So gibt es neben derben Rasereien immer wieder groovende Moshparts zu hören. Die Band macht keinerlei Gefangenen und legt die Brutalitätsmesslatte sehr weit oben an. Das Ganze wird technisch äußerst ausgereift dargeboten und besitzt die nötige Durchschlagskraft - aber auch ein gesundes Maß an Abwechslung. So variiert die Band gekonnt die Tempi ohne zu lange irgendwo hängen zu bleiben, aber eben auch lange genug um nicht zu verwirren. Originelle Arrangements und smartes Riffing tun ihr übriges. Produziert und äußerst druckvoll in Szene gesetzt wurde das Album von Patrick Engel im Rape Of Harmonies Studio. So kommt unterm Strich ein sehr brutales und modernes Death Metal Album heraus, das Fans von Bands wie Job For A Cowboy oder Whitechapel begeistern dürfte. (rg)




