Mnemonic - Pandora
Da hat das Hamburger Label Tiefdruck Records ja eine richtige Perle ausgebuddelt. Das Trio mit dem für den europäischen Markt doch eher ungeschickten Namen hat sich einem Stil verschrieben, der in unseren Gefilden dieser Tage nicht so populär ist und seinen Zenith allgemein wohl auch eher schon überschritten hat. Nichtsdestotrotz schafft es das Trio aus Reno/Nevada dem Alternative Rock mit leichter Metal Schlagseite nochmal ein paar gekonnte Nummern abzutrotzen. Sänger Brian Stoudt punktet mit emotionalem Einsatz abseits von Heulsusen-Gefilden und sogar mehrstimmige Sachen sind richtig gut gemacht. Manchmal klingen sie dabei wie eine Light Version von Tool, und da die dieser Tage für viele doch etwas zu verkopft vorgehen und den Song etwas aus dem Auge verloren haben, ist das jetzt gar nicht so negativ gemeint, wie es klingen mag. Hier und da experimentieren sie sogar recht gerne, die Beats und Elektroelemente bei "Quicksand" kommen jedenfalls prima, was icht darüber hinwegtäuschen soll, dass manche Tracks auch eher Standardware sind. Soundtechnisch ist das alles zudem allererste Liga, was aber auch nicht wundert, denn auf dem Produzentensessel saß eine gewisse Sylvia Massy-Shivy und die hat wirklich schon für die Creme de la Creme gearbeitet, nämlich u.a. für Tool, Sytem Of A Down, R.E.M., Johnny Cash, Prince, Red Hot Chili Peppers, Deftones und Skunk Anansie. (tj)




