Blonk - Harm Set, Harm Get EP
Der Bandname klingt irgendwie nach Comic-Lautmalerei, und auch wenn das in die Irre führt, laut wird hier schon gemalt. Die Debüt-EP der Dessauer Band bringt es mit vier Tracks auf fast 20 Minuten Spielzeit und diese nutzen sie weidlich um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Zwar erfinden sie das Rad nicht neu, sondern widmen sich dem gerade gängigen Metalcore-Boom (oder ist das wegen der vorherrschenden Growls schon Deathcore? Erklärt mir jemand den Unterschied?), die Doublebass blastet, es wird munter Stakkatogerifft, fleißig mit Breakdowns und Gangshouts gearbeitet und zwischen die Growls wird sehr gelungener cleaner Gesang eingeschoben. Bei den melodischen Gesangspassagen bei Tracks wie "Wolf In Sheeps Clothing" oder dem abschließenden, fast sechsminütigen "Worst Case Scenario" könnte man stellenweise sogar als Emo durchgehen. Unterm Strich also alle gängigen Kriterien fürs Genre abgeklappert, Artwork ist genauso gelungen wie der Sound druckvoll ist, die vier sind zudem technisch versiert und fleißig am Shows spielen bzw. touren - wenn da bei nem Longplayer etwas mehr Identität dazukommt, könnte das richtig interessant werden. Als Debut auf jeden Fall absolut in Ordnung. (tj)




