Tracedawn - Tracedawn
Es braucht keine 20 Sekunden und ich habe Freudentränen in den Augen. Die finnischen Tracedawn, eine unglaubliche Nachwuchscombo, leifern mit ihrem selbstbetitelten Debut ein Album ab, das für mich schon jetzt zu den Top-Alben 2008 gehört. Wer sich auch nur im Geringsten für Göteborg-Metal á la In Flames, Soilwork, Children Of Bodom, Norther und Imperanon begeistern kann, wird Tracedown lieben, ja sogar vergöttern. Diese Ausnahmeband, deren Durchschnittsalter noch unterhalb der Volljährigkeit liegt, stellt so ziemlich alles in den Schatten, was ich bisher in dieser Richtung gehört habe. Man besitzt die Härte von Norther, die Melancholie von "Imperanon" oder "Nightwish" und hält technisch sowie kompositorisch absolut mit der Creme de la Creme der finnischen Elite mit. Tracedown bieten alles, was man sich nur erträumen kann. Vocals, die variabler einfach nicht sein können. Grunzen, Kreischen und cleaner Gesang, der auch höchsten Ansprüchen genügen dürfte. Technisch einwandfreie Gitarrenarbeit, die vom Kettensägenmassaker bis hin zu verspielten mehrstimmigen Highspeed-Soli reicht. Besser kann man modernen Metal eigentlich nicht spielen. Wer sich diese Scheibe nicht reinzieht wird künftig nicht mehr mitreden können. (jb)




