Maudlin - Ionesco
Maudlin aus Belgien veröffentlichen mit Ionesco ihr neues Album. Das Album hat einen sehr eigentümlichen Sound irgendwo zwischen atmosphärischem Noise, verschrobenem Sludge und künstlerischem Prog Rock. Das Ergebnis ist extrem düster und liegt schwer im Magen wie ein Stein. Atomsphärisches Gitarrengeklimper wird von tonnenschweren Riffs durchbrochen, abgehacktes Stakkato hämmern geht in epische Soundwände über. Dazu röchelt und leidet der Shouter, was die Sache nicht unbedingt fröhlicher macht. Dabei klingt die Band nur bedingt wie die üblichen Verdächtigen ISIS, Cult Of Luna oder Neurosis. Hier und da schimmert etwas von den schwedischen Noise Göttern Breach durch, doch auch nur im Ansatz. Madlin klingen also tatsächlich eigenständig. Die Band schafft es sehr gut mit ihren düsteren soundlandschaften für Atmosphäre zu sorgen. Allerdings treffen die Songs oft nicht so recht ins Schwarze. Einige wirklich großartige Momente werden schaffen es meist zwar ganz gut anderenorts herrschende Ideenlosigkeit zu kaschieren, aber eben nicht immer. So hat das Album durchaus seine Längen, in denen es unschlüssig wirkt. Im Großen und Ganzen machen die Belgier ihre Sache jedoch absolut souverän. Sicherlich steigerungsfähig, aber auf jeden Fall cool. (rg)




