Injustice - Melancholeric
Von allzu langen Intros am Anfang einer CD halt ich ja für gewöhnlich nicht viel, denn diese verleiten einen des Öfteren dazu die Skip-Taste zu drücken. Doch die Rostocker Jungs von "Injustice" entkommen diesem Schicksal gerade noch mal so und bauen nach dem kurzen Instrumental "As Flames Burn Memories..." eine ordentliche Soundwand auf. Denn der zweite Song "Thanatophobia" kickt ordentlich und lässt großes erhoffen. Parallelen zu "Killswitch Engage" lassen sich hier ansatzweise raus hören. Auf ihrem Debüt "Melancholeric" treffen Doppelläufige Gitarren auf hüpfende Triolen am Schlagzeug und bieten somit moderne Kost für den Metaller von heute. Die noch relativ junge Band schafft es auf ihrem Erstwerk sich nicht zu sehr zu limitieren und wechselt munter zwischen Metalcore und andern Stilrichtungen wie zum Beispiel Hardcore. Der Gesang variiert zwischen druckvollem Shouts und klar gesungenem Texten, vermissen sollte hier niemand etwas. Ganz besonders der Song "Out Of Inside" besticht durch seinen Teils rappenden Passagen und bittet gekonnte Abwechslung, klasse Idee. Insgesamt 13 Tracks gibt es zu kören, wobei die Band im Vergleich zu andern Truppen ihr Konzept meines Erachtens gut durchdacht hat. Langweilig wird es einem da nicht. Vor allem die melodischen Refrains mit dem klaren Gesang erinnern oft an größere Bands und bleiben auf Anhieb im Ohr hängen. Man kann also ruhigen Gewissens am Ende des Albums auf "Repeat" drücken - auch wenn ich mich beim überspringen des Intros ertappt habe. Fazit: Gelungenes Debüt nach sieben Jahren Bandgeschichte - das wurde auch Zeit. (hs)




