Capricorns - River, Bear Your Bones
Cathedral-Fronter Lee Dorian nutzt seine Erfahrung und sicherlich auch über die Jahre aufgebaute Kontakte seit einiger Zeit auch um Bands ins Licht der Öffentlichkeit zu zerren. Er hat zu diesem Zweck extra ein Label gegründet und nachdem er mit Grand Magus ja schon ordentlich gepunktet hat, schickt er jetzt Capricorns ins Rennen. Das Trio setzt vor den Genuss aber eine Hürde, die für viele Hörer (jedenfalls auf Dauer) schon mal unüberwindbar sein wird: die acht Songs über eine Spielzeit von fast 60 Minuten, kommen komplett ohne Gesang aus. Das Intro spricht davon, dass sie das dieses Mal so gemacht haben, dann war das wohl früher nicht immer schon so. Wer sich darauf einlassen kann, wird jedenfalls belohnt, auch wenn "River, Bear Your Bones" bestimmt nichts für die breite Masse ist. Gleich der Opener "Broken Coffin Of The Venerable King" schafft es auf fast neun Minuten, wobei er nicht nur einmal an Mastodon erinnert. Auch das folgende "Seventh Child Of A Seventh Child" rockt sehr gut nach vorne los, aber zum oben erwähnten Heavy Doom Rock gehört oft auch noch das Wörtchen Prog dazugesellt, denn ab und zu darf auch etwas gefrickelt werden. Albumtitel und auch das Coverartwork haben bei mir eher Ratlosigkeit ausgelöst, aber man muss ja auch nicht immer alles verstehen! (tj)




